Archiv für die Kategorie „Bagdad Aktuelles“

Irak: Minderheiten in Gefahr

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Ein Land kommt nicht zu Ruhe. Unverändert warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in den Irak und empfehlt deutschen Staatsangehörigen, das Land zu verlassen. Denn trotz einer teilweise verbesserten Sicherheitslage (und einigen, eher “ruhigen” Provinzen) bleibt ein Aufenthalt in Irak gefährlich, finden nach wie vor immer noch mehrere hundert Menschen im Monat den Tod. Nicht nur bei großen, aufsehenerregenden Anschlägen, sondern ebenso abseits der laufenden Fernsehkameras.

So weist Amnesty International auf die nach wie vor heikle Stellung von Frauen und Mädchen in dem Land hin: “Wenn Frauen gegen traditionelle Moralvorstellungen verstoßen, kommt es immer wieder zu so genannten Ehren-Verbrechen … bis hin zum Mord durch Familienmitglieder”, zieht Irak-Experte Carsten Jürgensen eine traurige Bilanz. Diesen Beitrag weiterlesen »

Eröffnungszeremonie: Erbil neuer “Knotenpunkt” für den Norden des Landes!

Wie berichtet, steuert Lufthansa nun wieder drei Mal wöchentlich den Norden des Iraks an. Anlässlich der offiziellen Zeremonie Ende April besuchte auch Iraks Botschafter, Alaa Al-Hashimy, zusammen mit seiner Gattin, Nahid Al-Robaee, Erbil im Norden Landes.

An der Zeremonie nahmen zudem Innenminister Abdulkarim Sultan Abdullah sowie der Beauftragte für Internationale Beziehungen innerhalb der “Regionalregierung Kurdistan”, Falah Mustafa Baker, teil. Zudem waren natürlich auch zahlreiche deutsche Unternehmer, Vertreter der deutschen Botschaft in Bagdad wie auch der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Erbil, Oliver Schnakenberg, zugegen. Die Irak-Abteilung des Auswärtigen Amts hatte zudem Klemens Semtner entsandt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Neue Einheit schützt Deutsche Botschaft in Bagdad

Werner Hoyer, Staatsminister im Auswärtigen Amt, dankte am 30. April den Mitarbeitern der Bundespolizei, die in den Jahren 2003 bis 2009 für den Schutz der Deutschen Botschaft in Bagdad verantwortlich waren. Dazu der Staatsminister wörtlich: “Ohne ihren Einsatz wäre es nicht möglich gewesen, 2003 unsere Botschaft in Bagdad wieder zu eröffnen. Sie haben damit erst ermöglicht, dass die Kollegen des Auswärtigen Amtes unter schwierigsten Rahmenbedingungen ihre Aufgabe erfüllen konnten.”

Gleichzeitig erinnerte der Politiker an die beiden Mitglieder der Eliteeinheit GSG 9, die bei ihrem Einsatz in Irak 2004 ums Leben kamen: “Thomas Hafenecker und Tobias Retterath haben diese Aufgabe mit ihrem Leben bezahlt. Wir erweisen ihnen die Ehre und gedenken ihrer. Wir tun dies mit größtem Respekt und mit Anteilnahme für ihre Familienangehörigen.” Diesen Beitrag weiterlesen »

WPI: Ausschreibung für Medizinbedarf

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Laut Auskunft der Wirtschaftsplattform Irak – kurz WPI – hat Kimadia, eine staatliche Firma für den Vertrieb von Medizinprodukten und Medikamenten im Land, im Auftrag des irakischen Gesundheitsministeriums fast den kompletten Jahresbedarf an Medikamenten, Laborzubehör wie auch medizinischen Hilfsmitteln für 2010 ausgeschrieben. Gesucht werden unter anderem Hörgeräte, Latexhandschuhe, Infusionspumpen, aber auch Equipment für Anästhesie und Bluttransfusionen sowie chemische Substanzen (unter anderem Laborchemikalien): “Firmen sollten sich bei der Abgabe ihrer Angebote beeilen, da die Ausschreibungen nur kurze Zeit aktuell sind”, so die Wirtschaftsplattform.

Die WPI wird durch das deutsche Auswärtige Amt finanziert, denn “Deutsche brauchen Informationen über das Land, und die Iraker suchen Partner für den Wiederaufbau!” Genau diese Lücke soll die WPI schließen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Paul Freiherr von Maltzahn – Unser Mann in Bagdad

Botschafter Paul Freiherr von Maltzahn wurde1945 in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) geboren und studierte nach Erlangen der allgemeinen Hochschulreife Rechtswissenschaften, Geschichte und Arabistik an namhaften deutschen Universitäten. 1970 schließlich trat der verheiratete Diplomat und Vater von drei Kindern dem Auswärtigen Dienst als Attaché bei. Nach Stationen in Dublin und Beirut (Pressereferent) folgte ein Aufenthalt als Kulturreferent an der Deutschen Botschaft in Paris

1980 wurde von Maltzahn dann Stellvertretender Missionschef an der Deutschen Botschaft Damaskus, wechselte später an die Botschaft in Algier und wurde 1996 Gesandter an der Deutschen Botschaft London. Im Jahr 2000 verschlug es den Diplomaten dann als Leiter der Deutschen Botschaft nach Kairo, drei Jahre später nach Teheran und von 2006 bis 2009 an die Botschaft in Jakarta.

Seit September 2009 repräsentiert Paul Freiherr von Maltzahn die Bundesrepublik als Leiter der Deutschen Botschaft Bagdad.

Infos unter www.bagdad.diplo.de.

Deutsche Schienen im Wüstensand

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“Großauftrag für Schienennetz im Irak” – so hieß es Ende vergangenen Jahres. Die ThyssenKrupp GfT Gleistechnik mbH hatte seinerzeit einen mehrere zehntausend Tonnen umfassenden Großauftrag vom irakischen Ministerium für Transport und Eisenbahngesellschaften erhalten. Ein wichtiger Schritt für Streckenerneuerungen im Land, ein wesentlicher Faktor für den Wiederaufbau des Iraks – so die Meinung der Experten: “Wir haben großes Vertrauen in deutsche Produkte und in ThyssenKrupp einen verlässlichen und hochkompetenten Partner gefunden”, beurteilte Bangen Abdullah Hadrash Rekani, Deputy Minister of Transport im Irak, den Deal, bei dem sich das deutsche Unternehmen gegen namhafte Mitbewerber durchgesetzt hatte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Heißes “Pflaster” Irak

“In den westlichen Provinzen sowie im schiitischen Süden des Landes ist eine Stabilisierung der Sicherheitssituation zu verzeichnen”, erklärt das Auswärtige Amt in seiner neusten Sicherheitsbewertung des Iak. Doch: “Gleichwohl können auch hier Terroranschläge und Entführungen nicht ausgeschlossen werden!” Vor Reisen in den Irak wird daher nach wie vor gewarnt. Auch werde Deutschen Staatsangehörigen, die sich im Land aufhalten, geraten, den Irak zu verlassen.

Dennoch sind oder werden die ersten westlichen Konsulate in Basra eröffnet. Freilich sollten unvermeidbare Geschäftsreisen nach Basra weiterhin allein auf Grundlage eines professionellen Sicherheitskonzepts geplant und durchgeführt werden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Britischer Botschafter im Außenministerium

Iraks Außenminister, Hoshyar Zebari, empfing Anfang April in seinem Büro den britische Botschafter in Bagdad, John Jenkens. Ziel des Gesprächs war es unter anderem, den Stand der bilateralen Beziehungen beider Staaten zu erörtern und – wo nötig -, zu verbessern. John Jenkens verurteilte dabei einmal mehr, auch im Namen der britischen Regierung, die Terrorakte im Land und den perfiden Versuch, durch die gezielte Tötung Unschuldiger Unruhe zu stiften. Lob zollte der Botschafter dabei im Besonderen den demokratischen Kräften im Irak …

Der Minister seinerseits bedankte sich bei der britische Regierung wie auch der internationalen Gemeinschaft für die Unterstützung seines Landes und bezeichnete die Bekämpfung des Terrorismus als gemeinsames Ziel.

Moskauer Anschläge: Bestürzung auch im Irak

Der Irak, selbst ein Land, das immer wieder von Anschlägen mit zahlreichen Verletzten und Toten heimgesucht wird, zeigte sich über die Anschläge im U-Bahnnetz der russischen Hauptstadt Moskau sehr betroffen.
Das irakische Außenministerium verurteilte “diese kriminellen Handlungen, von denen unschuldige Zivilisten betroffen waren” und forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, noch enger zusammen zu arbeiten, um solche terroristischen Anschläge zu bekämpfen und diejenigen zu bestrafen, die damit Nationen destabilisieren und/oder die Infrastruktur einen Landes zerstören wollen.

Das irakische Außenministerium erklärte in diesem Zusammenhang sein aufrichtiges Beileid an alle Hinterbliebenen und Verwandten der Opfer, “im Namen der Regierung wie auch unseren ganzen Volkes!”

Erneut blutige Anschläge in Bagdad

Ein Land kommt nicht zur Ruhe: Während Christen in aller Welt die Auferstehung Jesu feierten und damit ihrer Hoffnung auf den Sieg über den Tod Ausdruck verliehen, ging das Sterben im Irak weiter. Denn just zu Ostersonntag wurden bei mehreren Anschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Einer der Anschläge ereignete sich dabei sogar in unmittelbarer Nähe der Deutschen Botschaft. Diesen Beitrag weiterlesen »