Archiv für August 2009
Gemälde von Picasso im Irak wieder aufgetaucht

The naked Woman - (c)AP
Im SĂĽden des Irak ist nun ein Gemälde von Pablo Picasso aufgetaucht, welches bei der irakischen Invasion Kuwaits im Jahr 1990 abhanden gekommen war. Diesen Beitrag weiterlesen »
3000 Iranern droht die Abschiebung – und damit der sichere Tod
Seit ein paar Tagen befinden sich 28 Iraner vor dem Auswärtigen Amt in Berlin in einem Hungerstreik – damit wollen sie auf die Lage ihrer Landsmänner im Irak aufmerksam machen, denen die Abschiebung in den Iran droht. Im Camp Ashraf in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad leben derzeit rund 3000 Iraner, bald jedoch soll dieses Lager aufgelöst und die Iraner abgeschoben werden.Da es sich bei diesen Iranern jedoch nicht um irgendwelche Iraner handelt, sondern Oppositionelle, wĂĽrde ihnen bei einer Abschiebung in den Iran der sichere Tod drohen – so sehen das zumindest die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch. Diesen Beitrag weiterlesen »
In Bagdad regiert das Chaos
Seit einer Weile kommt es in der Hauptstadt de Irak Bagdad immer häufiger zu Anschlägen, die viele Menschenleben fordern. Seitdem die Amerikaner ihre Truppen aus dem Irak abgezogen haben, scheint der Terror in dem gebeutelten Land wieder die Oberhand zu gewinnen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Demonstrationen gegen Zensur
In Bagdad häufen sich seit einer Weile die Demonstrationen gegen die Zensur und fĂĽr die Meinungsfreiheit – der Grund dafĂĽr ist die zunehmende Zensur der Medien, aber auch Einschränkungen und willkĂĽrliches Gebaren bei den Buchimporten. Journalisten dĂĽrften darĂĽber hinaus nicht mehr so frei berichten. Es werden offene Drohungen ausgesprochen, wie zum Beispiel im Fall des Journalisten Ahmad Abdel Hussein, der ĂĽber einen brutalen Millionen Bankraub berichtet hatte, bei dem nicht nur acht Menschen getötet wurden, sondern darĂĽber hinaus auch noch PersonenschĂĽtzer der Regierung beteiligt waren. AuĂźerdem ist zu hören, dass bereits die technischen Vorkehrungen fĂĽr eine Zensur des Internets getroffen werden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Bagdad als Schauplatz politischer Machenschaften – Operation WĂĽstensturm und Niederschlagung der schiitischen sowie kurdischen Aufstände
Nachdem Saddam Husseins Truppen in Kuwait einmarschiert sind, besinnen sich die Amerikaner doch noch eines Besseren und verbĂĽnden sich unter anderem auch mit anderen arabischen Staaten. Grund fĂĽr diesen Sinneswandel ist zum einen die Brutalität der irakischen Truppen gegen die Bevölkerung Kuwaits und zum anderen auch die Besorgnis , am Ende Probleme bei der Ă–llieferung zu bekommen, immerhin sind auch die Amerikaner davon abhängig. Diese Koalition stellt Hussein dann ein Ultimatum – bis zum 15. Januar 1991 soll er seine Truppen aus Kuwait abziehen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Bagdad als Schauplatz politischer Machenschaften – Krieg gegen den Iran und Einmarsch in Kuwait
Anfang der 80er Jahre befindet sich der Irak immer noch im Krieg mit seinem Nachbarland Iran. Zu dieser Zeit wird der Irak von einigen westlichen Ländern unterstĂĽtzt, zu zählt neben Frankreich auch die USA, die sich besonders um den Irak bemĂĽht. Dabei werden Kriegsverbrechen des Irak geflissentlich ausgeklammert. 1988 endet der Krieg, der den Irak zwar ĂĽber 120.000 Tote, 300.000 Verletzte und viel Geld gekostet hat, den aber am Ende niemand gewinnen konnte. Besonders die um ihre Unabhängigkeit bemĂĽhten Kurden mussten in den Jahren des Kriegs leiden und als Saddam Hussein dann auch noch Zyanidgas gegen sie einsetzt sterben allein in einer Stadt 5000 Menschen, unter ihnen auch viele Frauen und Kinder. Diesen Beitrag weiterlesen »
Lage im Irak nach wie vor angespannt

Anschlagsort bei Mossul © AFP
Es scheint so, als würde sich die Lage im Irak nach dem Abzug der amerikanischen Truppen nicht wirklich beruhigen, sondern eher neu aufgeheizt werden, denn seit dieser Zeit sind wieder vermehrt Anschläge zu verzeichnen. Allein am vergangenen Montag Morgen sind innerhalb kurzer Zeit fünf Bomben explodiert, durch die wieder viele Menschen getötet wurden. Man geht davon aus, dass sie amerikanischen Soldaten eine vermittelnde Funktion zwischen den verfeindeten irakischen und kurdischen Militärverbänden ausgeübt haben, die nun nach deren Abzug weg fällt.
Der Premierminister des Irak al Maliki ist sich dessen zwar bewusst, versucht aber dennoch den Eindruck zu vermitteln, dass sie irakischen Sicherheitskräfte die Lage unter Kontrolle hätten. Erst in der vergangenen Woche hatte man damit begonnen, die Betonschutzmauern nieder zu reißen, die als eine Art Puffer in den Krisengebieten errichtet worden waren.
Bagdad – Betonmauern sollen abgerissen werden
Der Premierminister des Irak al-Maliki hat nun beschlossen, dass sämtliche Betonmauern aus der irakischen Hauptstadt Bagdad innerhalb der nächsten 40 Tage verschwinden sollen. Mit diesem Entschluss will er einen ersten Schritt Richtung Normalität wagen, zu sehr erinnern die Mauern, die ursprünglich erreichtet wurden, um den Schaden explodierender Autobomben in Grenzen zu halten, an die Zeit des Kriegs und des Terrors. Nach und nach soll nun auch mit der Wiederbesiedelung der Stadtteile begonnen werden, die bislang aufgrund des hohen Sicherheitsrisikos gesperrt waren.
Das ermöglicht den Vertriebenen nicht nur in ihre Häuser zurück zu kehren, sondern auch, dass sich der Verkehr in Bagdad wieder normalisiert. Darüber hinaus sollen allerdings in den Bezirken, in denen es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Schiiten und den Sunniten gab und gibt, die Mauern vorerst noch bestehen bleiben, denn sie dienen hier als eine Art Pufferzone zwischen den erhitzten Gemütern.
Mehrere Tote bei BankĂĽberfall in Bagdad
In der vergangenen Woche sind bei einem Banküberfall in Bagdad acht Menschen ums Leben gekommen. Mehrere bewaffnet Bankräuber seien demnach in die Bank gestürmt, hätten das Feuer eröffnet und dabei mehrere Wachmänner getötet haben. Die Bank befindet sich in einem Stadtteil Bagdads, das überwiegend von Schiiten bewohnt ist. Schon ein paar Tage zuvor waren bei einem Überfall auf ein Wechselbüro vier Menschen getötet und weitere vier verletzt worden.
Man geht davon aus, dass es sich bei den Tätern um Menschen handelt, die entweder dem organisierten Verbrechen, oder aber einer aufständischen Gruppe angehören, die es speziell auf irakische Sicherheitskräfte oder aber Koalitionsgruppen abgesehen haben.
Musiker in Bagdad
In Iraks Hauptstadt Bagdad musste das gesellschaftliche und auch kulturelle Leben lange genug ruhen – nun scheint dieses jedoch langsam wieder zu erblĂĽhen. Bereits im Jahr 1960, also zur Zeit des Kalten Kriegs reisten berĂĽhmte Jazz-Musiker auf ihrer groĂźen Tournee auch nach Bagdad. Heute sind es eher die einzelnen KĂĽnstler, die mit ihren musikalischen Ambitionen im Irak auf sich aufmerksam machen. So zum Beispiel auch der irakische Pianist Samir Peter. Peter hielt sich auch zur Zeit des Kriegs als Musiklehrer und Bar-Pianist im Al-Hamra-Hotel ĂĽber Wasser. Diesen Beitrag weiterlesen »