Archiv für Oktober 2009

Besorgnis um Camp Ashraf

Unweit von Bagdad liegt ein Ort, an dem sich über 3500 iranische Flüchtlinge befinden. Sie sind dort, weil sie im Iran von der Regierung verfolgt werden würden, weil sie eine andere Meinung vertreten als der Staat. Sie leben im Camp Ashraf, und führten dort bislang auch ein einigermaßen normales Leben, sofern man das unter diesen Umständen behaupten kann. Seitdem sich aber die Amerikaner aus dem Irak zurück ziehen, kommt es immer öfter zu Zwischenfällen in diesem Camp und es gab auch schon Tote und viele Verletzte dort. Darüber berichtet nun Jamshid Karegarfar, der selber in den USA im Exil lebt und eine Zeit lang auch selber im Camp Ashraf .

Das Problem seit dem Abzug der amerikanischen Truppen ist, dass der Irak immer mehr mit dem Iran sympathisiert und das bekommen auch die Flüchtlinge zu spüren, die mitunter schon zu Hungerstreiks greifen, um auf ihre schlimme Lage aufmerksam zu machen. Verschiedene Organisationen wie zum Beispiel Diesen Beitrag weiterlesen »

Irak möchte Atomreaktor wieder Instand setzen

Nachdem das mögliche Vorhandensein atomarer Waffen der Grund war, warum die USA zum Krieg gegen den Irak aufgerufen haben bzw. aus dem Grunde auch dort einmarschiert sind – was, wie wir hoffentlich mittlerweile alle wissen, eine glatte Lüge und somit nur vorgeschoben war – will der Irak nun einen seiner drei ehemaligen Reaktoren wieder aufbauen. Dies soll allerdings rein zu friedlichen Zwecken geschehen. Aus diesem Grund hat der Irak nun Kontakt mit den Vereinten Nationen und die Atomenergiebehörde IAEA aufgenommen haben.

Der Irak möchte nämlich wieder die atomar erzeugte Energie nutzen können. Ferner sagt der irakische Wissenschaftsminister Raid Fahmi auch, dass die Nutzung des Atomreaktors medizinischen Bereichen und in der Landwirtschaft zu Gute kommen soll. Einer der Reaktoren war im Jahr 1981 von den Israelis zerstört worden und die anderen beiden 1991 zur Zeit der Operation Wüstensturm.

Chaos im Irak

Nachdem es am vergangenen Sonntag in Iraks Hauptstadt Bagdad zu zwei verheerenden Bombenanschlägen kam, bei dem mindestens 150 Menschen zu Tode kamen und über 500 zum Teil schwer verletzt wurden, werden drei Tage später immer noch viele Menschen vermisst – darunter auch 60 Kleinkinder. Bei einem der Anschläge wurde auch das Justizministerium getroffen, an welches auch ein Kindergarten angeschlossen war. Inzwischen hat sich die Terrorgruppe El Kaida zu den grausamen Anschlägen bekannt, und der Ministerpräsident der Iraks verurteilt aber auch die Sicherheitskräfte, die in seinen Augen entweder ihre Pflichten vernachlässigt haben oder aber mit der El Kaida gemeinsame Sache machen.

Man gewinnt mittlerweile immer mehr den Eindruck, dass der Irak noch lange nicht in der Lage ist, die Situation im eigenen Land unter Kontrolle zu kriegen. Immer wieder kommt es zu Anschlägen und blutigen Auseinandersetzungen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Schuhwerfer von Bagdad hilft seinen Landsleuten

Immer wieder hört man etwas von dem Mann, der als Schuhwerfer von Bagdad zu Weltruhm gelangt ist. Muntasser as-Saidi hatte bei einer Veranstaltung im Irak zwei Schuhe auf den ehemaligen US-Präsidenten Bush geworfen und war anschließend zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Vor drei Monaten wurde er jedoch entlassen und hält sich seit einer Woche sogar ganz in der Nähe, in der Schweiz auf.

Dort plant er nun eine Stiftung ins Leben zu rufen, die Witwen, Weisen und Behinderten im Irak helfen soll. Im Rahmen dieser Stiftung sollen zum Beispiel auch Nähwerkstätte errichtet werden, damit Witwen künftig in der Lage sind, sich ihren Lebensunterhalt selber zu verdienen. Darüber hinaus sollen auch Schulen und Krankenhäuser im Irak gebaut werden. In der Schweiz darf al-Saidi allerdings nur über einen Zeitraum von 30 Tagen bleiben, weil sein Touristenvisum dies so vorsieht.

Vorerst keine Vorlesungen an Bagdads Mustansirija Universität

Wie die Bild nun berichtet wurde der Lehrbetrieb an einer der angesehensten Universitäten in Iraks Hauptstadt Bagdad in dieser Woche eingestellt, weil es auf dem Geländer der Mustansirija Universität immer wieder zu Demonstrationen und Protestkundgebungen kam. Verantwortlich dafür ist kein geringerer als der Ministerpräsident des Irak, Nuri al-Maliki. Dieser hatte diese Maßnahme ergriffen, weil die Uni bereits seit Anfang 2003 von schiitischen Parteien verwaltet wird, mit denen die Regierung schon seit einer Weile auf Kriegsfuß steht.

Daher kam es auf dem Campus immer wieder zu politisch und auch religiös motivierten Aktivitäten, die der Ministerpräsident auf diese Weise zu unterbinden versucht. Der Lehrbetrieb wurde vorerst für eine Woche ausgesetzt, danach will man neu entscheiden.

Irakische Regierung veröffentlicht Bericht

Wenn man einem aktuellen Bericht der irakischen Regierung Glauben schenken darf, dann sind im Irak zwischen den Jahren 2004 und 2008 insgesamt über 85.000 Menschen durch Kämpfe und Gewaltverbrechen ums Leben gekommen. 15.000 davon konnten noch nicht einmal mehr identifiziert werden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Irak vergibt Lizenzen für seine Ölfelder

Dass im Irak ein riesiges Ölvorkommen besteht, ist nicht neu – was allerdings neu ist, ist dass nun auch die Briten und Chinesen in die Ölförderung einsteigen. In den letzten vierzig Jahren hatte sich kein einziges ausländisches Unternehmen an der Ölförderung im Irak beteiligt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Parlamentswahlen im Irak – Uneinigkeit beim neuen Wahlgesetz

Da im Irak in drei Monaten die Parlamentswahlen stattfinden, ist auch der Streit um das Wahlgesetz neu entflammt. Das Problem ist, dass es bis zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Gesetzt gibt, welches die Wahlen regelt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Turkish Airlines fliegt ab sofort täglich Bagdad an

Ein weiteres Anzeichen für eine langsam zurückkehrende Normalität im Irak könnte nun auch die Maßnahme der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines sein, die ab sofort die irakische Hauptstadt Bagdad täglich anfliegt. Auf diese Weise kann man ab sofort von einem Flughafen in Deutschland Bagdad erreichen – sofern man das möchte. Die Flüge von Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und München gehen dann nach Istanbul zum Atatürk International Airport in die Türkei und von dort aus startet dann eine Maschine nach Bagdad.

Insbesondere Geschäftsreisende, Botschafter und auch die Mitarbeiter von Hilfsorganisationen dürfte das neue Angebot freuen, da sie auf ihren Reisen künftig nicht nur flexibler sind, sondern unter Umständen auch schneller.

Weitere 4000 Soldaten verlassen den Irak

Die USA werden im Oktober weitere 4000 Soldaten aus dem Irak abziehen, womit dann noch rund 120.000 amerikanische Soldaten nach wie vor im Land stationiert wären. Und obwohl es in den letzten Wochen immer wieder zu Anschlägen gekommen ist, beruft sich der US-Oberbefehlshaber Ray Odierno auf aktuelle Statistiken, die besagen, dass sie Gewalt insgesamt nachgelassen habe und er daher auch „vorsichtig optimistisch“ sei, was die Entwicklungen im Irak angehe. Diesen Beitrag weiterlesen »