Archiv für Februar 2010
Iraker Diplomaten beim “International Diplomats Programme”!
Hand auf`s Herz: Was wissen wir selbst über Länder wie den Irak, Afghanistan oder Pakistan, die fast tagtäglich in den Nachrichten genannt werden? Doch eher wenig, zumal diese ja nicht gerade als typische Reiseziele für den Pauschaltourismus in Frage kommen!? Leider kann und darf man wohl auch “unterstellen”, dass die diplomatischen Vertreter dieser Länder mit der deutschen Kultur und Denkweise nicht immer optimal vertraut sind? Das Auswärtige Amt bietet daher den in Berlin stationierten Diplomaten verschiedene Möglichkeiten, Deutschland unter ganz unterschiedlichen Aspekten und generell besser kennenzulernen!
Erste Impulse hierzu setzte bereits 1992 der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher bei und mit mittel- und osteuropäischen Diplomaten. Das heutige und nunmehr 2. “International Diplomats Programme” ist dabei nur eines von sechzehn Fortbildungsprogrammen der Internationalen Diplomatenausbildung des Auswärtigen Amts. Diesen Beitrag weiterlesen »
Deutsche Schule für den Irak
Im September 2010 soll es so weit sein. Bis dahin soll der Eröffnung der Deutschen Schule in Arbil, der Hauptstadt der nordirakischen Region Kurdistan, nichts mehr im Wege stehen. Hier sollen die Menschen Deutsch lernen und ihre Deutschkenntnisse vertiefen. Neben Grundschulklassen sollen nach Auskunft von Generalkonsul Dr. Oliver Schnakenberg vor allem auch weiterführende Klassen für die vielen kurdischen Rückkehrer aus Deutschland eingerichtet werden.
In diesem Zusammenhang hofft Schnakenberg auch auf private (finanzielle) Unterstützung, da sich nur so möglichst viele der Pläne und Ideen umsetzen lassen: “Die Bundesregierung selbst wird der Schule mit den notwendigen Stellen für Auslandslehrer “auf die Beine” helfen!” Dennoch könne man auf privates Engagement nicht verzichten. Schließlich sollen sich später nicht nur die Besserverdienenden das Schulgeld leisten können. “Spenden wie auch Sponsoringleistungen deutscher – und natürlich auch irakischer Firmen und Organisationen – sind daher gefragt und gerne gesehen!” Diesen Beitrag weiterlesen »
Irak – Optimale medizinische Versorgung derzeit fraglich
Allein wegen Sicherheitsbedenken warnt das Auswärtige Amt derzeit vor Reisen in den Irak. Freilich sei, so die Experten, auch die medizinische Versorgung derzeit, zumindest in weiten Landesteilen, weder technisch noch personell ausreichend: “Nicht alle Medikamente sind sicher erhältlich. – Für eine notwendige Dauermedikation muss daher Arznei in ausreichender Menge mitgeführt werden! Als vergleichsweise gut gilt dagegen die Versorgung in den kurdischen Autonomiegebieten im Norden. Der übliche westeuropäische Standard wird nach Auskunft des Außenamtes aber auch dort meist nicht erreicht.
Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall wird dringend empfohlen. Zudem sollte vor jeder Reise ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem erfahrenen Tropenmediziner anstehen, der die persönlichen Risiken abschätzt und den Impfschutz überprüft: Auf jeden Fall sollten die Standardimpfungen für Kinder wie auch Erwachsene, entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, auf dem aktuellen Stand sein. Das Auswärtige Amt empfiehlt darüber hinaus einen Schutz gegen Hepatitis A, Polio wie auch “Masern/Mumps/Röteln”, bei Langzeitaufenthalten über vier Wochen und/oder je nach Reiseziel und Zweck auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Cholera. Spontanreisen scheinen daher auch aus medizinischer Sicht weder sinnvoll noch möglich … Diesen Beitrag weiterlesen »
Bagdad Zoo: Tiergarten der geschundenen Kreaturen
Als nach dem Golfkrieg die ersten Helfer ins Land strömten, war es vor allem e i n e Meldung, die bei vielen, auch in den Medien, für Kopfschütteln und Verwunderung, mitunter auch für offene Missbilligung gesorgt hat: Verschiedene Tierschützer nahmen sich der verbliebenen Zoobewohner, insbesondere der geschundenen Raubtiere, an. Sogleich wurden Stimmen laut, dass diese medizinischen Hilfsmittel und Fleischlieferungen an anderer Stelle doch wesentlich dringender gebraucht würden …
Dabei war die Not auch im zoologischen Garten groß. Einmal ganz davon abgesehen, dass jeder, der an eine Tierschutzorganisation spendet, auch erwarten darf, dass die Gelder und Hilfsmittel für den Tierschutz (und nicht anders) eingesetzt werden!
Kurzer Rückblick: Vor dem Krieg galt der Zoo in Bagdad mit rund 600 Tieren und Millionen Besuchern als einer der größten im ganzen Nahen Osten. Doch mit Beginn der Offensive Iraqi Freedom wurde alles anders – auch für die Tiere und ihre Wärter. Granaten schlugen ein, und mehrmals kam es zu heftigen Kämpfen zwischen den Elite-Einheiten Saddams, der so genannten Republikanischen Garde (die wohl just im Zoo Geschütze platziert hatte), und amerikanischen Verbänden. Verständlich, dass die Pfleger ihr Heil in der Flucht suchten …
Wobei das Leiden der Zootiere mit Ende der Kampfhandlungen noch lange nicht vorbei war. Diesen Beitrag weiterlesen »
Reisen in den Irak nach wie vor sehr gefährlich!
Nach wie vor warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in den Irak. Denn: “Ein Aufenthalt im Irak ist gefährlich!” Daran habe auch eine “rein statistisch” verbesserte Sicherheitslage nichts verändert: “Bei Anschlägen und Feuergefechten – insbesondere in Bagdad und in den Gebieten nördlich von Bagdad bis nach Mossul und Kirkuk -, kommen monatlich nach wie vor viele Menschen ums Leben.” Eine besondere Gefährdung gehe zudem, so die Warnung der Experten, von Sprengfallen aus, die an Straßenrändern installiert sind und deren Zünder allein durch vorbeifahrende Fahrzeuge ausgelöst werden können.
Auch die ständigen Feuergefechte zwischen irakischen Sicherheitskräften und diversen militanten Gruppen tragen nicht gerade zur Entspannung bei …
Die Region Kurdistan-Irak, vor allem die Städte Arbil, Sulaymanya und Dohuk, gelten dagegen als vergleichsweise sicher.
Für unvermeidbare (!) Geschäftsreisen nach Bagdad empfiehlt das Auswärtige Amt, sich ausnahmslos in den als gesichert geltenden Bereichen zu bewegen und umfangreiche eigene Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen: Dazu gehört zumindest die Verwendung gepanzerter Fahrzeuge, am besten auch die Vorabaufklärung von Fahrtrouten und/oder angemessenes, das heißt auch: bewaffnetes, Sicherheitspersonal. Das Risiko von Entführungen gilt nämlich nach wie vor als hoch. Zudem erschüttern immer wieder wahllos ausgesuchte und durchgeführte Selbstmordattentate (die jeden treffen können) das Land. Diesen Beitrag weiterlesen »