Archiv für März 2010
Frankfurt – Erbil via Lufthansa
Nach 20 Jahren Unterbrechung wird Lufthansa wieder den Irak anfliegen. Und zwar ab Frankfurt nach Erbil (auch Arbil geschrieben). Die nordirakische Stadt ist die viertgrößte Metropole des Landes und blickt auf eine mehrere tausend Jahre währende Geschichte zurück. Die Region zeichnet sich durch ein dynamisches Wirtschaftswachstum aus und gilt als relativ sicher.
Daher haben sich zahlreiche Landesvertretungen, Organisationen wie auch ausländische Unternehmen im Norden des Iraks angesiedelt, und das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung (aufgrund der besseren Sicherheitslage) für die Städte Erbil, Sulaymaniya und Dohuk eingeschränkt. Laut Auskunft der Lufthansa wurde der Flughafen Erbil zudem erst kürzlich erweitert und bietet den Passagieren ein modernes Terminal. Diesen Beitrag weiterlesen »
Irak – Keine Einreise ohne Visum
Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise in den Irak ein Visum. Für den Antrag sollte man nach Auskunft der Botschaft in der Riemeisterstraße 20, 14169 Berlin, Telefon 030 – 81 48 80, seinen gültigen Pass (Laufzeit noch mindestens 6 Monate!) bereithalten. Benötigt werden zudem drei aktuelle Passbilder, eine Gesundheitsbescheinigung wie auch Nachweise über die wirtschaftliche Situation, die ausreichende finanzielle Mittel für den beabsichtigten Aufenthalt belegen.
Das Antragsformular sollte mit Druckbuchstaben ausgefüllt, fertig datiert und unterschrieben sein. Antragsteller ohne familiäre Bindungen in den Irak müssen bei Privatreisen zudem ein so genanntes Einladungsschreiben des Gastgebers (bzw. der jeweiligen Firma) mit Dauer und Zweck der Reise beifügen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Trinkwasser im Irak – Kostbares Nass
Die Kriege der Zukunft werden nicht um Land und auch nicht um Erdöl, sondern um Wasser geführt werden – diese Befürchtung äußerte der ehemalige UNO-Generalsekretär Butros Ghali schon vor Jahrzehnten. Eine Sorge, die im Irak plötzlich und unerwartet aktuell wie nie zuvor ist. Denn natürlich hängt der innere wie äußere Frieden eines jeden Landes ganz entscheidend von der Zufriedenheit seiner Bewohner ab. Nur dann, wenn die Mehrheit der Iraker willens ist, sich auf einen “normalen” Alltag jenseits von Krieg und Terror einzulassen, hat das Land langfristig eine Chance. Diesen Beitrag weiterlesen »
Irak und Deutschland – Zusammenarbeit im Bereich der Archäologie
Im März trafen sich anlässlich eines Mittagessens Dr. Margarete van Ess, Wissenschaftliche Direktorin des Deutschen Archäologisches Instituts (Orientabteilung), der Botschafter der Republik Irak, Alaa Al-Hashimy wie auch der Generalsekretär der Arabischen Historikerunion Irak, Prof. Dr. Muhammad al-Mashhadani. In Anwesenheit von weiteren hochrangigen Vertretern beider Länder ging es unter anderem um die Bedeutung der archäologischen Arbeit und darum, wie man auch in Zukunft weiter gemeinsam an der Bewahrung des irakischen Kulturgutes arbeiten will.
Besprochen wurde zudem eine enge(re) Zusammenarbeit im Bereich der Universitäten, insbesondere bei der Ausbildung der Studenten. Eine Idee, von der – ohne Zweifel – beide Seiten profitieren. Denn der Irak hat im Bereich der Archäologie und Altorientalistik den Forschern viel zu bieten: Schließlich gelten das Zweistromland und Gebiet des heutigen Iraks als Wiege der Zivilisation. Schon im 4. Jahrtausend vor Christus entstanden hier frühe Hochkulturen.
Stahlwerk im Nordirak geplant
Gute Kunde für ein geschundenes Land: ArcelorMittal, eines der weltweit führende Stahlunternehmen mit Niederlassungen in mehr als 60 Ländern, plant den Bau eines Stahlwerks in der kurdischen Provinz Sulaimaniya im Norden des Iraks. Hierüber hat der Stahlkonzern bereits eine Absichtserklärung mit dem türkischen Unternehmen Dayen unterzeichnet. Eine Investitionssumme von bis zu 95 Millionen Euro wird dabei genannt. Dabei sollen die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen, so dass das Werk bis Ende 2011 fertiggestellt ist. Diesen Beitrag weiterlesen »
Das Leid(en) der Frauen in einem vom Krieg zerrütteten Land
Immer wieder hören wir von Männern – ausländischen Soldaten wie auch Irakern -, die im Krieg zu Invaliden wurden oder gar den Tod fanden. Dabei vergessen viele das Schicksal der Frauen, die, in einem vom Krieg zerrütteten Land, auf sich allein gestellt sind und tagtäglich ums Überleben kämpfen: “Und das”, so das Deutsche Rote Kreuz (DRK), “in einem Land, in dem Frauen und Mädchen traditionell stark von ihren Vätern und Männern abhängig sind!” Denn oft mangelt es den weiblichen Familienmitgliedern an Bildung, so dass eine Frau, auf sich allein gestellt, oftmals ohne Chance auf Geld und Hilfe lebt …
Bereits zu Saddams Zeiten wurden viele zu Witwen, weil ihre Männer verhaftet, gefoltert und getötet wurden. Bis heute werden viele Knaben und Männer von bewaffneten Gruppen verschleppt, und ihre Familie, die zurück bleibt, muss hilflos zusehen: “Etwa eine bis drei Millionen Haushalte werden von Frauen geleitet”, schätzt das DRK. Doch Arbeitsstellen sind rar, und die Alleinstehenden haben mit Vorurteilen zu kämpfen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Via Türkei in den Irak!?
Der Irak grenzt an Kuwait (in das Saddam seinerzeit einmarschierte), Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, den Iran, die Türkei und den Persischen Golf. All diejenigen, die sich vielleicht mit dem Gedanken tragen, auf dem Landweg in den Irak einzureisen, weist das Auswärtige Amt auf Folgendes hin:
Die Ausreise aus der Türkei in den Irak ist seit dem 1. Juli 2004 nur für Inhaber eines für den Irak gültigen Visums möglich. Auch Deutsche Staatsangehörige sind seit diesem Datum visumspflichtig. In diesem Zusammenhang weist das Auswärtige Amt zudem noch einmal auf seine Reisewarnung für den Irak hin. Die Fakten im kurzen Überblick:
Vor Reisen in den Irak wird prinzipiell gewarnt. Deutschen Staatsangehörigen wird geraten, das Land zu verlassen. Diesen Beitrag weiterlesen »
“Blutige” Wahlen im Irak
Zum Verlauf der Wahlen im Irak äußerte sich unter anderem Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle, zum Wahlzeitpunkt (7. März) in Südamerika auf Dienstreise: “Ich habe großen Respekt vor dem Mut der vielen Frauen und Männer, die sich durch ihre Teilnahme an den Wahlen zur Demokratie bekannt haben!” Gleichzeitig verurteilte Westerwelle die Anschläge, die einen Schatten auf den Wahltag warfen …
… tatsächlich war es – wie allseits befürchtet – im Umfeld der Wahlen (auch in den vermeintlich als sicher geltenden Zonen) zu Gewalt, zum Teil auch Angriffen mit Mörsern gekommen. Reporter vor Ort erlebten die ganze Zerrissenheit des Landes. Ehemalige Sympathisanten des Saddam-Regimes etwa, die heute als Polizisten die Bevölkerung schützen sollen, jedoch – ziemlich unverhohlen -, ihrem Unmut über die Wahlen Ausdruck verliehen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Irak: Faszinierendes Land mit großen Problemen
Irak, einst aus den Provinzen Bagdad, Mossul und Basra entstanden, das Land zwischen den Flüssen (so eine weitere Übersetzung für „Mesopotamien”, das Zweistromland) Euphrat und Tigris scheint von einer Normalität nach wie vor weit entfernt zu sein. Hier, wo einst die frühen Hochkulturen Vorderasiens entstanden, herrscht nach wie vor Chaos. So warnt das Auswärtige Amt Anfang März unverändert vor Reisen in den Irak: „Deutschen Staatsangehörigen wird geraten, das Land zu verlassen!”
Lediglich für die Region Kurdistan-Irak, vor allem die Städte Erbil, Sulaymaniya und Dohuk, wird diese Reisewarnung aufgrund einer besseren Sicherheitslage eingeschränkt. Diesen Beitrag weiterlesen »


