Artikel-Schlagworte: „Irak“
“München – Bagdad” ab Ende September 2010
Die Lufthansa wird – wie geplant und berichtet – vom 30. September an die Städte München und Bagdad verbinden. Dabei soll, wie aus Unternehmenskreisen zu hören war, die irakische Hauptstadt vier Mal pro Woche mit einer bereits heute für Lufthansa fliegenden Boeing 737 des Schweizer Flugunternehmens PrivatAir bedient werden.
Damit fliegt Lufthansa den Irak – nach 20 Jahren Unterbrechung -, wieder an; seit dem 25. April wird die nordirakische Stadt Erbil mit vier wöchentlichen Verbindungen ab Frankfurt bedient.
“Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Erholung und der Ansiedlung ausländischer Firmen, wächst auch die Nachfrage nach Flügen in den Irak. Daher freuen wir uns, unseren Kunden erstmals eine Nonstop-Verbindung von München in die irakische Hauptstadt anbieten zu können”, so Thomas Klühr, Konzernbeauftragter und Leiter Hubmanagement München.
Das Land verfügt über die drittgrößten Erdölreserven weltweit und entwickelt sich wirtschaftlich sehr dynamisch. Schwerpunkte sind dabei das Bauwesen, die Energie- und Wasserwirtschaft sowie das Gesundheitswesen. Bagdad selbst ist mit rund neun Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Diesen Beitrag weiterlesen »
Filmtipp: Live from Bagdad
“Live from Baghdad” ist ein Film über Journalisten und Journalismus. Der US-Film entstand kurz nach dem Horror des 11. September 2001 und vor dem erneuten Krieg gegen den Irak im Jahr 2003. Er kam also in die Kinos zu einer Zeit, als sich Amerika zwölf Jahre nach den Ereignissen, die im Film in Szene gesetzt wurden, auf einen weiteren Waffengang am Golf vorbereitete. Und wieder ging es auch um offizielle Lügen zur Begründung des Krieges.
Brennpunkt Mosul
Mossul lag schon immer im Brennpunkt. Die irakische Millionenstadt am Tigris-Ufer beanspruchen die Kurden für sich. In Mossul leben Kurden, Araber, Turkmenen, Assyrer, Jesiden und – bisher jedenfalls – auch Christen, darunter der syrisch-orthodoxen und der syrisch-katholischen Kirche. Mossul ist Sitz von Erzbischöfen und Wirtschafts- und Verwaltungszentrum des Nordirak und jetzt der Autonomen Region Kurdistan innerhalb des Irak. Diesen Beitrag weiterlesen »
Wetter In Bagdad
Bagdad liegt im Einzugsgebiet von Euphrat und Tigris nordöstlich der arabischen Halbinsel, rund 40 Meter über dem Meeresspiegel. Westlich von Bagdad ziehen sich bis Syrien und Jordanien Wüstenregionen hin. Obwohl die Fünfmillionenstadt zu den Städten mit dem heißesten Klima überhaupt zählt, empfindet das der Besucher in dem trockenen subtropischen Klima aufgrund der sehr niedrigen Luftfeuchtigkeit, die in der Regel unter zehn Prozent, nicht so sehr. Diesen Beitrag weiterlesen »
Bagdad-Sniper: Legende oder Wahrheit?
Gibt es den Bagdad-Sniper? Gibt es den einzelnen Scharfschützen, der in der irakischen Hauptstadt mit tödlicher Präzision US-Soldaten aus dem Hinterhalt erschießt? “Juba” nennen ihn die GI’s und im Internet kursieren arabische Propagandavideos, die in Sequenzen zeigen, wie US-Soldaten ins Visier genommen und getroffen werden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Bush und Saddam ins Gesicht getreten
Das Al-Rashid-Hotel im Zentrum von Bagdad war früher das beste Hotel in der irakischen Hauptstadt. Dort stiegen schon zu Saddam Husseins Zeiten Staatsgäste, ausländische Geschäftsleute und Journalisten ab. Berühmt wurde das zentrale, 18-stöckige Bauwerk im Golfkrieg von 1991, als der Reporter Peter Arnett von dort für den US-Nachrichtensender CNN berichtete und diesen international bekannt machte. Diesen Beitrag weiterlesen »
US Embassy Bagdad
Die neu erbaute US-Botschaft in Bagdad ist ein monströses Ensemble aus zwei Dutzend Gebäuden und deutet an, wie wichtig die Bush-Administration den Irak genommen hat. Sie soll gleichzeitig die Macht und den Anspruch Washingtons demonstrieren. In dem Komplex leben und arbeiten mehr als 1000 Menschen. Die Funktion der Botschaft ging lange Zeit weit über die einer diplomatischen USVertretung hinaus. Hier lag auch das Zentrum der US-Verwaltung des Irak in der Nachkriegs- und Übergangszeit.
Die Botschaft kostete den US-Steuerzahler mehr als 600 Millionen Dollar und ist eine kleine Stadt für sich mit Einkaufszentrum, Dienstleistungsbetrieben wie Friseur-, Kosmetik- und Fitnessstudios sowie mehr als 600 Wohnungen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Irak plant Ausbau der Infrastruktur – Investoren gesucht
Nach Auskunft der “Wirtschaftsplattform Irak” plant die irakische Regierung, die Infrastruktur im Land – insbesondere an Flughäfen – auszubauen. So soll der Flughafen in Bagdad durch drei neue Terminals sowie einen Cargo-Bereich deutlich aufgewertet werden. Zusätzlich sei eine Zugverbindung ins Stadtzentrum, ein Kongresszentrum sowie eine Luftfahrtakademie geplant. Ein Projekt, für das die Regierung derzeit nach Investoren sucht.
Der Internationale Flughafen in Bagdad, früher “Saddam International Airport”, wurde zwischen 1979 und 82 als Zivil- wie auch Militärflughafen gebaut und befindet sich in einem Vorort, etwa 16 Kilometer westlich der City.
Bagdads’ Greenzone
Ein Teil der Innenstadt der irakischen Hauptstadt Bagdad ist hermetisch abgeriegelt. Hier liegt die sogenannte Greenzone, die grüne Zone, in der abgeschirmt hinter hohen Mauern und Stacheldraht das Parlaments- und Regierungsviertel, die riesige neue US-Botschaft, die britische Botschaft, eine US-Garnison, zahlreiche ehemalige Villen und auch Paläste von Saddam Hussein in einem park- und oasenartigen, weitläufigen Gelände am Tigris liegen. In ihnen leben teilweise noch die rechtmäßigen Besitzer, vorwiegend aber Amerikaner. Zahlreiche westliche, insbesondere amerikanische Geschäftsleute und Dienste haben hier ihren Sitz. Und es gibt wilde Besetzer aus den letzten Kriegstagen. Sie haben ehemalige Gebäude der Baath-Partei, der früheren Saddam-Einheitspartei, besetzt und leben sozusagen geduldet in dem zur Grünen Zone gewordenen Areal, das von einer 12 Kilometer langen Betonmauer umgeben ist. Zugang alle haben nur über spezielle Check Points Zugang. Diesen Beitrag weiterlesen »
Irak: Minderheiten in Gefahr
Ein Land kommt nicht zu Ruhe. Unverändert warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in den Irak und empfehlt deutschen Staatsangehörigen, das Land zu verlassen. Denn trotz einer teilweise verbesserten Sicherheitslage (und einigen, eher “ruhigen” Provinzen) bleibt ein Aufenthalt in Irak gefährlich, finden nach wie vor immer noch mehrere hundert Menschen im Monat den Tod. Nicht nur bei großen, aufsehenerregenden Anschlägen, sondern ebenso abseits der laufenden Fernsehkameras.
So weist Amnesty International auf die nach wie vor heikle Stellung von Frauen und Mädchen in dem Land hin: “Wenn Frauen gegen traditionelle Moralvorstellungen verstoßen, kommt es immer wieder zu so genannten Ehren-Verbrechen … bis hin zum Mord durch Familienmitglieder”, zieht Irak-Experte Carsten Jürgensen eine traurige Bilanz. Diesen Beitrag weiterlesen »

