Artikel-Schlagworte: „Irak“
Hilfe für ein traumatisiertes Land
Ohne Frage ist der Irak ein Land mit einer “blutigen” Vergangenheit. Verschiedene Quellen wie auch Augenzeugenberichte belegen, dass im Irak während der Ära Saddam Hussein Folter eine durchaus übliche “Verhörmethode” war und auch “gerne” mal zur Einschüchterung der politische Opposition benutzt wurde. Ebenso schwebten Minderheiten wie auch generell dem Staat lästige Personen (etwa Ehemänner, deren Frauen auf offener Straße entführt und vergewaltigt wurden) in ständiger Gefahr. Durchaus “gängige” Methoden waren dabei Schläge und Elektroschocks, um das Opfer gefügig zu machen, aber auch Verstümmlungen wie das Ausstechen von Augen und viele Grausamkeiten mehr. Wobei sich das “Blatt” mitunter auch wendete und jene Sicherheitskräfte, die eben noch als Wärter fungiert hatten, beim kleinsten Verdacht selbst zu Folteropfern wurden …
Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts erhalten irakische Folteropfer nun noch bessere Behandlungsmöglichkeiten. Denn im nordirakischen Erbil hat das Berliner Behandlungszentrum für Folteropfer (bzfo) nun ein weiteres Zentrum eröffnet: Es ist das dritte Behandlungszentrum dieser Art im Land. Diesen Beitrag weiterlesen »
Eröffnungszeremonie: Erbil neuer “Knotenpunkt” für den Norden des Landes!
Wie berichtet, steuert Lufthansa nun wieder drei Mal wöchentlich den Norden des Iraks an. Anlässlich der offiziellen Zeremonie Ende April besuchte auch Iraks Botschafter, Alaa Al-Hashimy, zusammen mit seiner Gattin, Nahid Al-Robaee, Erbil im Norden Landes.
An der Zeremonie nahmen zudem Innenminister Abdulkarim Sultan Abdullah sowie der Beauftragte für Internationale Beziehungen innerhalb der “Regionalregierung Kurdistan”, Falah Mustafa Baker, teil. Zudem waren natürlich auch zahlreiche deutsche Unternehmer, Vertreter der deutschen Botschaft in Bagdad wie auch der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Erbil, Oliver Schnakenberg, zugegen. Die Irak-Abteilung des Auswärtigen Amts hatte zudem Klemens Semtner entsandt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Paul Freiherr von Maltzahn – Unser Mann in Bagdad
Botschafter Paul Freiherr von Maltzahn wurde1945 in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) geboren und studierte nach Erlangen der allgemeinen Hochschulreife Rechtswissenschaften, Geschichte und Arabistik an namhaften deutschen Universitäten. 1970 schließlich trat der verheiratete Diplomat und Vater von drei Kindern dem Auswärtigen Dienst als Attaché bei. Nach Stationen in Dublin und Beirut (Pressereferent) folgte ein Aufenthalt als Kulturreferent an der Deutschen Botschaft in Paris
1980 wurde von Maltzahn dann Stellvertretender Missionschef an der Deutschen Botschaft Damaskus, wechselte später an die Botschaft in Algier und wurde 1996 Gesandter an der Deutschen Botschaft London. Im Jahr 2000 verschlug es den Diplomaten dann als Leiter der Deutschen Botschaft nach Kairo, drei Jahre später nach Teheran und von 2006 bis 2009 an die Botschaft in Jakarta.
Seit September 2009 repräsentiert Paul Freiherr von Maltzahn die Bundesrepublik als Leiter der Deutschen Botschaft Bagdad.
Infos unter www.bagdad.diplo.de.
Deutsche Schienen im Wüstensand
“Großauftrag für Schienennetz im Irak” – so hieß es Ende vergangenen Jahres. Die ThyssenKrupp GfT Gleistechnik mbH hatte seinerzeit einen mehrere zehntausend Tonnen umfassenden Großauftrag vom irakischen Ministerium für Transport und Eisenbahngesellschaften erhalten. Ein wichtiger Schritt für Streckenerneuerungen im Land, ein wesentlicher Faktor für den Wiederaufbau des Iraks – so die Meinung der Experten: “Wir haben großes Vertrauen in deutsche Produkte und in ThyssenKrupp einen verlässlichen und hochkompetenten Partner gefunden”, beurteilte Bangen Abdullah Hadrash Rekani, Deputy Minister of Transport im Irak, den Deal, bei dem sich das deutsche Unternehmen gegen namhafte Mitbewerber durchgesetzt hatte. Diesen Beitrag weiterlesen »
Heißes “Pflaster” Irak
“In den westlichen Provinzen sowie im schiitischen Süden des Landes ist eine Stabilisierung der Sicherheitssituation zu verzeichnen”, erklärt das Auswärtige Amt in seiner neusten Sicherheitsbewertung des Iak. Doch: “Gleichwohl können auch hier Terroranschläge und Entführungen nicht ausgeschlossen werden!” Vor Reisen in den Irak wird daher nach wie vor gewarnt. Auch werde Deutschen Staatsangehörigen, die sich im Land aufhalten, geraten, den Irak zu verlassen.
Dennoch sind oder werden die ersten westlichen Konsulate in Basra eröffnet. Freilich sollten unvermeidbare Geschäftsreisen nach Basra weiterhin allein auf Grundlage eines professionellen Sicherheitskonzepts geplant und durchgeführt werden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Moskauer Anschläge: Bestürzung auch im Irak
Der Irak, selbst ein Land, das immer wieder von Anschlägen mit zahlreichen Verletzten und Toten heimgesucht wird, zeigte sich über die Anschläge im U-Bahnnetz der russischen Hauptstadt Moskau sehr betroffen.
Das irakische Außenministerium verurteilte “diese kriminellen Handlungen, von denen unschuldige Zivilisten betroffen waren” und forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, noch enger zusammen zu arbeiten, um solche terroristischen Anschläge zu bekämpfen und diejenigen zu bestrafen, die damit Nationen destabilisieren und/oder die Infrastruktur einen Landes zerstören wollen.
Das irakische Außenministerium erklärte in diesem Zusammenhang sein aufrichtiges Beileid an alle Hinterbliebenen und Verwandten der Opfer, “im Namen der Regierung wie auch unseren ganzen Volkes!”
Erneut blutige Anschläge in Bagdad
Ein Land kommt nicht zur Ruhe: Während Christen in aller Welt die Auferstehung Jesu feierten und damit ihrer Hoffnung auf den Sieg über den Tod Ausdruck verliehen, ging das Sterben im Irak weiter. Denn just zu Ostersonntag wurden bei mehreren Anschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Einer der Anschläge ereignete sich dabei sogar in unmittelbarer Nähe der Deutschen Botschaft. Diesen Beitrag weiterlesen »
Todesstrafe auch im Irak gang und gäbe
Als die Menschenrechtsorganisation “Amnesty International” Ende März die Todesstrafenstatistik für das Jahr 2009 vorstellte, wurde besonders die Regierung in Peking aufgefordert, Todesurteile und Hinrichtungen nicht länger als Staatsgeheimnis zu behandeln: “Die chinesische Regierung behauptet, dass immer weniger Hinrichtungen stattfinden.
Wenn das stimmt, warum verheimlichen die Behörden, wie viele Menschen zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden? Warum hütet Peking die Zahlen wie ein Staatsgeheimnis?”, klagte Oliver Hendrich, Experte zur Todesstrafe von Amnesty International in Deutschland. “Zahlen, die nur aus öffentlich zugänglichen Informationsquellen stammen, erfassen nicht das wahre Ausmaß der Todesstrafe in China.” Diesen Beitrag weiterlesen »
Frankfurt – Erbil via Lufthansa
Nach 20 Jahren Unterbrechung wird Lufthansa wieder den Irak anfliegen. Und zwar ab Frankfurt nach Erbil (auch Arbil geschrieben). Die nordirakische Stadt ist die viertgrößte Metropole des Landes und blickt auf eine mehrere tausend Jahre währende Geschichte zurück. Die Region zeichnet sich durch ein dynamisches Wirtschaftswachstum aus und gilt als relativ sicher.
Daher haben sich zahlreiche Landesvertretungen, Organisationen wie auch ausländische Unternehmen im Norden des Iraks angesiedelt, und das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung (aufgrund der besseren Sicherheitslage) für die Städte Erbil, Sulaymaniya und Dohuk eingeschränkt. Laut Auskunft der Lufthansa wurde der Flughafen Erbil zudem erst kürzlich erweitert und bietet den Passagieren ein modernes Terminal. Diesen Beitrag weiterlesen »
Irak – Keine Einreise ohne Visum
Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise in den Irak ein Visum. Für den Antrag sollte man nach Auskunft der Botschaft in der Riemeisterstraße 20, 14169 Berlin, Telefon 030 – 81 48 80, seinen gültigen Pass (Laufzeit noch mindestens 6 Monate!) bereithalten. Benötigt werden zudem drei aktuelle Passbilder, eine Gesundheitsbescheinigung wie auch Nachweise über die wirtschaftliche Situation, die ausreichende finanzielle Mittel für den beabsichtigten Aufenthalt belegen.
Das Antragsformular sollte mit Druckbuchstaben ausgefüllt, fertig datiert und unterschrieben sein. Antragsteller ohne familiäre Bindungen in den Irak müssen bei Privatreisen zudem ein so genanntes Einladungsschreiben des Gastgebers (bzw. der jeweiligen Firma) mit Dauer und Zweck der Reise beifügen. Diesen Beitrag weiterlesen »

