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Neue Ländervertretungen in Erbil
Während viele Regionen des Landes nach wie vor “brandgefährlich” und Menschenrechtsverletzungen scheinbar an der Tagesordnung sind, kehrt im Norden fast so etwas wie Normalität ein. Auch das Auswärtige Amt schränkt seine Reisewarnung für den Irak für die Region Kurdistan-Irak, vor allem die Städte Erbil, Sulaymaniya und Dohuk, aufgrund einer besseren Sicherheitslage ein.
Dazu passt eine Meldung der Wirtschaftsplattform Irak, nach der Polen, Libanon, die Vereinigten Arabischen Emirate wie auch Kroatien planen, Konsulate in der Hauptstadt der irakischen Region Kurdistan, Erbil, zu eröffnen. Diese sollen vornehmlich dazu dienen, das wirtschaftliche Engagement der Länder zu vereinfachen. Denn gerade die (ruhige) Region Kurdistan ist für viele Länder inzwischen wirtschaftlich durchaus attraktiv geworden. Hier werden immer mehr private Investoren aktiv, und daher wollen auch die Länder mit ihren Vertretungen präsent sein.
Hotel in Bagdad finden
Das Al-Rashid-Hotel im Zentrum von Bagdad war früher das beste Hotel in der irakischen Hauptstadt. Dort stiegen schon zu Saddam Husseins Zeiten Staatsgäste, ausländische Geschäftsleute und Journalisten ab. Berühmt wurde das zentrale, 18-stöckige Bauwerk im Golfkrieg von 1991, als der Reporter Peter Arnett von dort für den US-Nachrichtensender CNN berichtete und diesen international bekannt machte. Nach dem Golfkrieg ließ Saddam an der Schwelle des Hotels ein Mosaik mit dem Konterfei von US-Präsident George Bush senior anbringen. Jeder, der das Hotel betreten wollte, musste Bush sozusagen ins Gesicht treten. Im Vorraum starrte einen von allen Seiten Saddam in verschiedenen heroischen Posen auf dem Pferd und mit Säbel oder Pistole von übermannsgroßen Bildnissen herab an.
Nach dem Irakkrieg, der 2003 mit der Vertreibung Saddam Husseins und der Eroberung des Irak durch US-Truppen und Koalitionäre endete, ließ US-Präsident George W. Bush junior, der Sohn des US-Präsidenten aus dem sogenannten zweiten Golfkrieg, das Mosaik entfernen und stattdessen das Bildnis von Saddam Hussein anbringen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Irak: Minderheiten in Gefahr
Ein Land kommt nicht zu Ruhe. Unverändert warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in den Irak und empfehlt deutschen Staatsangehörigen, das Land zu verlassen. Denn trotz einer teilweise verbesserten Sicherheitslage (und einigen, eher “ruhigen” Provinzen) bleibt ein Aufenthalt in Irak gefährlich, finden nach wie vor immer noch mehrere hundert Menschen im Monat den Tod. Nicht nur bei großen, aufsehenerregenden Anschlägen, sondern ebenso abseits der laufenden Fernsehkameras.
So weist Amnesty International auf die nach wie vor heikle Stellung von Frauen und Mädchen in dem Land hin: “Wenn Frauen gegen traditionelle Moralvorstellungen verstoßen, kommt es immer wieder zu so genannten Ehren-Verbrechen … bis hin zum Mord durch Familienmitglieder”, zieht Irak-Experte Carsten Jürgensen eine traurige Bilanz. Diesen Beitrag weiterlesen »

